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Rückblick Sommerserenade am 07. Juni 2026

Nachdem die Sommer-Serenade letztes Jahr im Mai anlässlich unseres 150-jährigen Vereinsjubiläums sprichwörtlich ins Wasser fiel, war Petrus dieses Jahr auf unserer Seite und das Wetter ließ keine Wünsche offen. Kurz vor 16 Uhr war der Schulhof der Schillerschule gut gefüllt und die Serenade konnte starten.

Der 1. Vorsitzende Christian Geierhaas begrüßte die anwesenden Gäste und bedankte sich für die Hilfe des PeBs (Pflege europäischen Brauchtums) für die Bewirtung an diesem Abend sowie bei allen Helfern rund um den Verein. Christian Geierhaas gab einen kleinen Vorgeschmack, was die Gäste bei der Serenade erwarten würde: unser Dirigent Luca Rodrigues wird nach 8,5 Jahren den Taktstock an seinen Nachfolger Fabian Prinz übergeben. Von tragenden Stücken über popige Rhythmen und klassischer Blasmusik wurden die Gäste in der 1. Halbzeit bestes unterhalten.

Unser Bürgermeister Joachim ließ es sich nicht nehmen, sich persönlich bei Luca für sein jahreslanges Engagement in Nußloch mit einer Kleinen Rede und Rückblicken zu bedanken und zu verabschieden. Vielen Dank an Joachim, dies wissen wir sehr zu schätzen!

Nach der Pause ging es weiter mit der Jugendkooperation Nußloch-Sandhausen unter der Leitung von Jutta Worsch. Die Jüngsten zeigten Ihr können und es ist immer wieder schön zu sehen, was der Nachwuchs auf die Beine stellt.

Die Gesamtkapelle nahm wieder auf der Bühne Platz und nach Stücken wie „Aladdin – The Musical“, „Phil Collins Medley „und „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ von Nena richtete Christian Geierhaas nochmals seine Worte an Luca.

Er blickte zurück auf das Jahr 2017, als ein neuer Dirigent gesucht wurde und Luca sich mit seinen gerade einmal 21 Jahren bei uns bewarb. Nach einem persönlichen Gespräch und einem Probedirigat war schnell klar, dass Luca die Kapelle übernehmen würde. Er überzeugte die Musiker mit seiner offenen Art und der Funke war direkt übergesprungen.

Nun sind 8,5 Jahre vergangen, es ist viel passiert in dieser Zeit, wir haben viel erreicht und vieles geschafft. Man denke nur an die Coronazeit, in der Luca immer die treibende Kraft war, dass wir auch in dieser Zeit musikalisch was tun. Ob sich einfach nur freitagsabends per Video unterhalten, die Durchführung von Onlineproben oder die Wiederaufnahme der Präsenzproben, zeitweilig mit viel Abstand, wie die erste Probe auf dem Brunnenfeld – er war immer zur Stelle.

Als Luca uns letztes Jahr dann mitteilte, dass er kürzertreten wolle, mussten wir erstmal schlucken.

8,5 Jahre war er unser Dirigent, hat jeden Spaß mitgemacht, hat uns menschlich und musikalisch gutgetan. Er hat unseren Verein nach einem musikalisch eher unruhigeren Zeitpunkt mit seiner Art Mensch und Dirigat wieder auf ruhige Gewässer geführt. Solche Menschen wie Luca sind der Grund warum Vereine wie unserer leben und existieren. Dafür sei ihm herzlichst gedankt!

Auch wenn er uns an diesem Abend verlässt, bleibt er immer ein Teil des Vereins und seiner Geschichte, er reiht sich ein in die vielen verdienten und prägenden Dirigenten wie August Ziegelmüller, Josef Fecht, Seppl Ziegler, Roland Söhner und Thomas Sturm.

Christian Geierhaas und Lukas Steigmeier übergaben Luca noch ein persönlich Abschiedsgeschenk der Kapelle und mit dem „Coldplay Medley“ schwang er das letzte Mal den Taktstock.

Anschließend übergab er diesen an unseren neuen Kapellmeister Fabian Prinz.

Er ist gerade noch 21 Jahre alt, gebürtig und unüberhörbar aus Niederbayern, genauer aus Reut an der deutsch-österreichischen Grenze und Fan von DER Legende der traditionellen Blasmusik – Ernst Mosch. Er studiert derzeit Blasorchesterleitung und Euphonium an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst beim renommierten Professor Hermann Pallhuber in Mannheim.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit dir, Fabian!

Nach der Taktstockübergabe und den letzten beiden Stücken, dirigiert von Fabian, kam nochmals die Jugendkapelle auf die Bühne und zum Abschluss wurde gemeinsam mit der Gesamtkapelle das Stück „Firework“ von Katy Perry zum Besten geboten.

Die Serenade stand im Zeichen des Abschieds und des Neuanfangs – wir möchten uns bei allen bedanken, die unseren Verein mit ihrem Engagement, ihrer Zeit und ihrer tatkräftigen Unterstützung begleiten. Ob bei Veranstaltungen, Proben, organisatorischen Aufgaben oder im Hintergrund – jede Hilfe trägt dazu bei, dass unser Vereinsleben lebendig und erfolgreich bleibt.